Damen I in Weiterstadt/Braunsh./Worf.:
Damen I: HSG Weiterstadt/Braunshardt/Worfelden – Kriftel 23:24 (10:15)
Wichtigen Sieg im Krimi am Schluss festgehalten
Nach einem Wechselbad der Gefühle fuhren die Damen I nach zuletzt einer Niederlage in Wettenberg wieder einen wichtigen Sieg ein. Denn die beiden Punkte waren notwendig, um in der Oberliga Hessen den Abstand nach hinten zu wahren. Auch wenn die Mannschaft von Trainerin Yvonne Thon und Co-Trainer Florian Schäfer 17:15 Punkte hat, so muss sie weiterhin in Richtung Abstiegsränge schauen. Der Erfolg war umso beachtlicher, da die Gastgeberinnen sich zuletzt durch eine Siegesserie bis auf Platz drei nach vorne geschoben hatten. Eine positive Nachricht gab es schon vor dem Spiel: Der Sieg gegen Großenlüder ebenfalls mit einem Tor bleibt bestehen, ein Einspruch des Gegners wurde abgelehnt.
Zunächst lag Weiterstadt vorn, doch nach dem 4:3 (5.) wendete das Blatt. Kriftel war bestens im Spiel, kam immer wieder vor allem über die Rückraum-Werferinnen Jana Lorenz und Ida Pokoyski zu Erfolgen und zog über 7:4 (11.), 12:8 (25.) bis zur Pause gar auf fünf Tore davon. Es deutete vieles darauf hin, dass es nach dem Unentschieden im Hinspiel nun einen Sieg geben würde. Doch die TuS-Damen hatten die Rechnung ohne die ebenfalls hochmotivierten Gastgeberinnen gemacht. Mit drei Toren binnen drei Minuten war der Gegner wieder dran. Den Ausgleich ließ Kriftel aber vor allem nun dank guter Abwehrarbeit nicht mehr zu, beim 21:18 waren es wieder drei Tore. Doch in der heißen Phase, der „Crunch Time“, kam Weiterstadt doch zum Ausgleich. Kurz vor Schluss traf aber Helena Nitzke im Nachwurf eines Siebenmeters zum Sieg – da die letzten Sekunden trotz Zeitstrafe schadlos überstanden wurden.
Es spielten: Nele Krohn, Sabrina Schäplitz (Tor), Ida Pokoyski (8/1), Jana Lorenz (6), Cara Ljubic, Meta Kilp, Sophie Hugger (2), Johanna Körner, Michelle Huber, Julika Leichthammer (1), Paulina Kemmer, Louisa Leichthammer (1), Helena Nitzke (6/3)
Trauer um Ex-Damen-Trainer Jens Illner


TuS-Sportler trauern um verstorbenen Trainer Jens Illner
Er hat den Krifteler Damen-Handball über viele Jahre geprägt
„Er ist ein bekanntes Gesicht bei den Handballern in der Region. Jens Illner war Torwart in Münster, Wallau/Massenheim, Dotzheim oder Idstein. Inzwischen hat er sich aber mit der Rolle an der Seitenlinie angefreundet und ist neuer Trainer der Krifteler Damen I in der Landesliga. Bei seiner zweiten Station im Aktivenbereich fühlt er sich bereits sehr wohl, geht aber die Saison mit einer gewissen Portion Vorsicht an.“ Das haben die Handballer 2008 geschrieben, als Jens Illner neuer Trainer der Damen I in der Landesliga wurde.
Vier Jahre später hatte Illner mit seiner Mannschaft den Gipfel erklommen. In der jetzt gerade erstellten Chronik zu „100 Jahren Handball“ in Kriftel heißt es unter 2012: „Das Jahr bringt ein sportliches Highlight: Die Damen I werden nach vielen guten Platzierungen endlich Meister in der Landesliga. Die beeindruckende Bilanz: Keine Niederlage in 26 Spielen, mehr als 300 Treffer plus in der Tordifferenz.“ Und zum Weggang des Trainers nach insgesamt sechs Jahren stand im Aktivenbericht: „Das war so nicht zu erwarten. Nach drei Niederlagen mit nur einem Tor Unterschied gleich zu Saisonbeginn, stand die Mannschaft bereits in der ausgeglichenen Oberliga Hessen mit dem Rücken zur Wand. Doch das Team von Trainer Jens Illner zog sich an den eigenen Haaren aus dem Sumpf und arbeitete sich Punkt für Punkt, Sieg für Sieg nach oben.“ Am Ende wurde es dort Rang vier.
Es sind schöne Erinnerungen an eine erfolgreiche Zeit der TuS-Damen in sechs Jahren mit Jens Illner. Sie werden nun bei Spielerinnen, Verantwortlichen, Fans und Freunden noch einmal wach. Allerdings ist es der traurigste Anlass, der vorstellbar ist: Jens Illner, der später noch in Holzheim, Münster, Walldorf und zuletzt Epp/La war, ist im Alter von 51 Jahren vollkommen überraschend und viel zu früh gestorben. Die Handballer aus Kriftel trauern um einen Mann, der diesen Sport in allen Facetten gelebt hat, mit Emotionen, aber auch kühlem Kopf in wichtigen Situationen. Er hat den Damen-Handball in der Gemeinde geprägt wie nur Wenige vor und nach ihm. Er hat die Mannschaft in die Oberliga gebracht, zu Erfolgen jenseits des Bezirks geführt – und war trotz aller hohen Ziele immer Mensch und Freund geblieben. Die Krifteler Handballer sprechen den Angehörigen ihr tiefes Mitgefühl aus und werden Jens Illner immer in sehr guter Erinnerung behalten.

Damen I gegen Großenlüder:
Damen I: Kriftel – Großenlüder/Hainzell 30:29 (18:13)
Letzter-Sekunde-Sieg per Siebenmeter
Im Live-Ticker der Damen I war die Spannung für all jene, die nicht in der Halle saßen, zu greifen. 28:24 und 29:26 führte die Mannschaft dann wenige Minuten vor Spielende noch, ehe der Oberliga-Aufsteiger sogar den Ausgleich werfen konnte. Im Ticker wurden die Sekunden heruntergezählt. Dann kam die Nachricht: „Rote Karte, 7m für uns“. Soll heißen: Mit der Schlusssekunde hatten die Kriftelerinnen noch die Chance auf ein versöhnliches Ende. Ida Pokoyski traf von der Linie – der Jubel in Halle und Live-Ticker war groß. Aber der Kommentar „Musste das so spannend sein?“ traf es auf den Punkt.
Denn die Damen hatten das Spiel weitgehend bestimmt und lagen zwischenzeitlich schon mit sechs Toren vorne. Die Gäste zeigten sich gegenüber der deutlichen Heimniederlage im Hinspiel aber stark verbessert und gaben sich nie auf. Nach dem 3:1 von Kriftel lag Großenlüder sogar mit 7:4 vorne, ehe wieder der Zwischenspurt von anderer Seite folgte. Binnen einer Minute vor der Pause machten die TuS-Damen mit drei Toren aus dem 15:13 ein 18:13. Und sie kamen auch gut aus der Kabine, zogen auf 22:16 davon. Doch dann wurde es noch einmal eng, mit letztlich dem glücklichen Ende für die Mannschaft von Yvonne Thon.
Es spielten: Nele Krohn, Sabrina Schäplitz (Tor), Ida Pokoyski (12/4), Jana Lorenz (8), Helena Nitzke (1), Cara Ljubic, Jonna Lotz, Meta Kilp, Sophie Hugger (7), Michelle Huber, Julika Leichthammer, Lousia Leichthammer (2), Mayra Rinschen
Damen I in Lumdatal:
Damen I: HSG Lumdatal – Kriftel 27:20 (13:13)
Zu viele Chancen gegen beste Oberliga-Abwehr vergeben
Eine Saison im Mittelfeld der Tabelle in der Oberliga Hessen – das dürfte und sollte es für die Damen I aus Kriftel nun in den kommenden Spielen werden. Denn spätestens nach der zweiten Niederlage gegen den Drittliga-Absteiger aus Lumdatal wird in Richtung Spitze nichts mehr gehen. Dort zieht Tabellenführer Leihgestern mit nur einem Minuspunkt weiter einsam seine Kreise. Die TuS-Damen sind mit 13:13 Zählern Sechste. Zu Rang zwei sind es zwar nur vier Punkte, ebenso viele allerdings auch zum Drittletzten. Und am nächsten Wochenende spielen die Damen gegen Neuling Großenlüder, der als Vorletzter acht Punkte auf dem Konto hat.
In Lumdatal war deutlich mehr drin für die Mannschaft von Trainerin Yvonne Thon und ihrem Assistenten Florian Schäfer. Die Gäste lagen nach dem 2:0 von Lumdatal im ersten Durchgang fast ständig in Führung, beim 6:3 mit drei, beim 12:10 mit zwei Toren. Doch mit Wiederbeginn nach der Pause nahmen die Mittelhessinnen das Heft in die Hand und machten aus einem 13:14 ein 16:14. Die Vorentscheidung waren dann die drei Treffer zum 19:15 und die beiden Tore zum 21:16. Trainerin Thon sah zu viele vergebene Chancen und technische Fehler, lobte aber auch die starke Lumdataler Abwehr um Torfrau Stefanie Schütz. So war trotz der guten ersten 30 Minuten an diesem Tag nicht mehr drin.
Es spielten: Nele Krohn, Sabrina Schäplitz (Tor), Ida Pokoyski (5/1), Jana Lorenz (7), Cara Ljubic, Sophie Hugger, Johanna Körner (1), Michelle Huber (2), Julika Leichthammer, Louisa Leichthammer (2), Helena Nitzke (3), Mayra Rinschen
Damen I gegen TSG Leihgestern:
Damen I: Kriftel – TSG Leihgestern 27:33 (11:13)
Dem Tabellenführer alles abverlangt
Eigentlich ist Leihgestern eine Mannschaft, die den Krifteler Damen in der Oberliga liegt. In der vergangenen Saison konnte das Team von Trainerin Yvonne Thon und Assistent Florian Schäfer beide Spiele gewinnen. Und so rechnete sich die TuS im Heimspiel auch wieder etwas gegen den ungeschlagenen Tabellenführer aus. Doch nach 60 Minuten hatten die Gastgeberinnen zwar lange Paroli geboten und an einer Überraschung geschnuppert, letztlich war die TSG aber einen Tick zu stark. Damit sind die Gäste als Aufstiegsfavorit weiter mit nur einem Minuspunkt an der Spitze, während sich Kriftel im vorderen Mittelfeld eingeordnet hat und dort zumindest halten will.
Die Partie begann bereits mit Vorteilen für die Gäste, die die ersten beiden Tore erzielten, dann beim 7:2 und 10:4 sogar auf eine klare Sache zuzusteuern schienen. Doch Kriftel fand ins Spiel, kam mit vier Toren in Folge zurück und gestaltete die Sache fortan ausgeglichen. Kurz vor der Pause betrug der Rückstand nur noch ein Tor, die Wende schien möglich. Noch einmal gelang Leihgestern ein Zwischenspurt zum 19:14, noch einmal hielten die TuS-Damen kampfstark dagegen – beim 19:21 und 23:25 (49.) schien noch alles möglich. Doch hier zeigte sich dann auch die Stärke des Tabellenführers, der es in den kritischen Phasen nicht zum Ausgleich kommen ließ. Mit drei Toren in Folge zum 28:23 war die Partie gelaufen. Die Gastgeberinnen hatten aber allen Einsatz gezeigt, der für die nächsten Partien hoffen lässt.
Es spielten: Nele Krohn, Sabrina Schäplitz (Tor), Ida Pokoyski (3/1), Jana Lorenz (6), Cara Ljubic (2), Hanna Leidner (4), Sophie Hugger (5), Johanna Körner (1), Michelle Huber, Julika Leichthammer (2), Louisa Leichthammer, Helena Nitzke (4/2)
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