Damen I gegen die HSG Lumdatal:
Damen I: Kriftel – HSG Lumdatal 28:25 (15:13)
Mit Energieleistung zum ersten Saisonsieg
Wer hätte das gedacht: Nach der deutlichen Niederlage zum Auftakt in Kleenheim/Langgöns mit einem allerdings auch stark ersatzgeschwächten und verjüngten Team, haben die Damen I in der Oberliga ihre ganz andere Seite gezeigt: Im ersten Heimspiel gegen die hoch gehandelten Gäste vom Vorjahres-Drittliga-Absteiger Lumdatal gelangen eine Energieleistung mit dünnem Kader und der erste Sieg in Hessens Oberhaus. Entsprechend zufrieden konnten Trainerin Yvonne Thon, die den Gegner zu den Liga-Favoriten zählt, und ihr Assistent Florian Schäfer sein. Zeigt es doch, dass die Krifteler in dieser Saison allemal mithalten können.
Das Team hatte für die Partie mit Hanna Leidner und Ida Pokoyski zwei Spielerinnen reaktiviert, die eigentlich ausgehört hatten. Zusammen zeigten sie wie das Team eine starke Leistung und steuerten zehn Treffer bei. Die beiden Damen würden der Mannschaft bei einem engen Kader auch weiterhin gut zu Gesicht stehen – mal sehen, wie hier die Entwicklung ist. Die Mannschaft mit nur einer Torfrau und einer Auswechselspielerin machte ihre Sache von Anfang an gegen die Gäste aus Mittelhessen sehr gut, sie ging mit 4:1 und sogar 10:4 (17.) in Führung. Auch beim 13:8 und 15:11 war der Vorsprung noch komfortabel. Mit zwei Treffern kurz vor der Pause deuteten die Gäste aber schon an, sich hier nicht aufgeben zu wollen.
Und so wurde die zweite Halbzeit eine regelrechte Achterbahnfahrt der Spielstände und Gefühle. 16:14 führten die Gastgeberinnen noch, dann traf Lumdateil drei Mal in Serie und lag erstmals in Führung. Musste nun Kriftel dem kleinen Kader Tribut zollen? Keinesfalls. Die Mannschaft kämpfte sich direkt zurück, holte sich die Führung wieder und gab sie im weiteren Verlauf nicht mehr ab. Beim 22:22 (45.) und 24:24 (51.) stand es Unentschieden, dann hatten die TuS-Damen in der entscheidenden „Crunch Time“ das bessere Ende für sich. Drei Tore in Folge zum 27:24 brachten die Gastgeberinnen auf die Siegerstraße – ein toller Erfolg des Willens, der für die noch junge Saison hoffen lässt. Nun geht es nach Weiterstadt/Braunshardt/Worfelden, das bisher beide Spiele gewonnen hat.
Es spielten: Clara Frühauf (Tor), Ida Pokoyski (3), Hanna Leidner (7), Jana Lorenz (5), Jana Zipp, Sophie Hugger (4), Finja Seeharsch (3), Paulina Kemmer, Helena Nitzke (6/3)
Damen I: Saisonvorschau 2023/24:

Auf den Zusammenhalt wird es bei den Damen I in der Oberliga auch diese Saison ankommen. Foto: TuS Kriftel, Handball
Damen I: Saisonvorschau
Zwei Ziele: Versuchen, jedes Spiel zu gewinnen und Jugend weiter integrieren
Wer Yvonne Thon Jahr für Jahr nach ihrem Saisonziel fragt, der erhält stets dieselbe Antwort: Sie wolle grundsätzlich erst einmal jedes Spiel gewinnen und dafür alles tun, heißt es dann da von der Trainerin der Damen der TuS Kriftel in der Oberliga. Platzierungen oder Ziele in Tabellenregionen nennt Thon daher grundsätzlich nicht. Natürlich müsse es das Ziel sein, das Bestmögliche aus dem Team herauszuholen, so die Philosophie. Und das kann für die Damen in Hessens höchster Spielklasse vieles sein. Die vergangene Saison war da als Wundertüte das beste Beispiel: Die Damen hinkten zwar wie die gesamte Konkurrenz weit hinter Meister und Drittliga-Aufsteiger TSG Leihgestern hinterher – danach aber war alles möglich: von Rang zwei bis zur Abstiegsgefahr. Alles wurde im Verlauf der Spielzeit geboten, am Ende wurde es der gute fünfte Platz, deutlich vor dem ersten Absteiger – TSG Oberursel – und knapp noch vor Nachbar TSG Eddersheim.
Nun aber steht die neue Saison bevor, und da warten laut Thon und Mannschaftsbetreuerin Lisa Weißer schon einige große Herausforderungen. Die aber wollen sie im Team meistern – und das ist im mehrfachen Wortsinn so gemeint: Einmal ist da das Trainerteam mit Thon und ihrem Assistenten Florian Schäfer, längst schon eingespielt. Dann ist da die Kooperation mit der weiblichen A-Jugend, in der viele Talente spielen. Ihre behutsame Integration bei den Damen soll fortgesetzt werden, so Weißer und Thon. Sie heben die sehr gute Zusammenarbeit mit A1-Jugendtrainer Christian Albat hervor. Auch in der vergangenen Saison stand der Nachwuchs immer mal wieder mit auf der Platte – das soll nun weiter der Fall sein.
Und das ist auch nötig, denn der Kader nur allein von den Damen ist „schlank“, wie es Betreuerin Weißer formuliert. Zwölf Spielerinnen stehen auf dem Papier, darunter zwei Torfrauen. Das kann reichen, kann aber auch eng werden, wenn es zu Verletzungen kommt. Deshalb haben die Verantwortlichen geschaut, die Spiele der Damen und weiblichen A-Jugend möglichst passend zu legen. Froh sind Thon und Weißer aber auch, dass tragende Säulen des Teams geblieben sind – wie Helena Nitzke, Jana Lorenz und Finja Seeharsch. Schmerzlich hingegen sind immer die Abgänge. Oberliga-Torschützenkönigin Ida Pokoyski legt ebenso eine Pause ein wie Hanna Leidner, Cara Ljubic und Johanna Körner. Mayra Rinschen ging zur FSG Bodenheim/Gonsenheim/Schott nach Mainz, Sabrina Schäplitz hat ihre Karriere beendet. Neu dabei sind Ulla Neumann (TSG Ketsch), Anja Schreiber (auch A-Jugend, TV Idstein) sowie Jana Zipf und Torfrau Clara Frühauf von den Damen II.
Mit diesem Team sowie eben den punktuellen Verstärkungen aus der ambitionierten A1-Jugend, die in der Oberliga wieder um die Hessenmeisterschaft spielen möchte, wollen die Damen I am liebsten eine sorgenfreie Saison in Hessens Oberhaus spielen. Auch wenn die Trainerin natürlich erst einmal stets Siege anstrebt, so sind sie bei der TuS auch realistisch. Thon und Weißer nennen die HSG Lumdatal als Meisterschaftsfavoriten, da es auch keinen Absteiger aus der 3. Liga gab. Gegner sind zudem alte Bekannte wie Nachbar Eddersheim, der seine Erste Mannschaft in der 3. Liga zurückgezogen hat und nun mit ihr Oberliga spielt, Hoof/Sand/Wolfhagen, Weiterstadt/Braunshardt/Worfelden oder Wettenberg, Hinzu kommen mit der HSG Twistetal, dem TV Hüttenberg und der TSG Offenbach-Bürgel die drei Aufsteiger aus den Landesligen. Insgesamt sind 12 Teams am Start, vergangene Saison waren es 13, wobei es 4 Absteiger gab. Die ersten Spiele für Kriftel werden schon zeigen, wohin die Reise führen könnte: Es geht erst zum letztjährigen Vierten Kleenheim/Langgöns, dann im ersten Heimspiel am 17. September gegen Mitfavorit Lumdatel (18 Uhr, Schwarzbachhalle), weiter zum letztjährigen Dritten Weiterstadt, gegen Aufsteiger Twistetal und zur schweren Hürde in Wettenberg.
Der Kader: Tor: Clara Frühauf, Nele Krohn, Yasmin Koczy (weibliche A), Feld: Finja Seeharsch, Helena Nitzke, Sophie Hugger, Paulina Kemmer, Jana Lorenz, Michelle Huber, Louisa Leichthammer, Julika Leichthammer, Jana Zipf, Ulla Neumann sowie aus der weiblichen A-Jugend Anja Schreiber, Zoe Alp, Jonna Lotz, Jenny Hempel, Mariella Luckas, Meta Kilp und Lorena Loi.
Damen I gegen Germania Fritzlar II:
Damen I: Kriftel – SV Germania Fritzlar 25:20 (15:9)
Versöhnlicher Saisonabschluss mit Rang fünf
Das war doch mal ein versöhnlicher Jahresabschluss. Mit dem am Ende sicheren Sieg gegen den schon feststehenden Absteiger aus Nordhessen holten sich die TuS-Damen in der Oberliga Platz 5, bleiben damit vor Nachbar Eddersheim und belohnten sich für eine insgesamt ordentliche Saison mit einem dünnen Kader und unter zum Teil kniffligen Bedingungen. Die Mannschaft war am Ende einfach nicht breit genug besetzt, um nach oben angreifen zu können. Sie sicherte sich aber auch letztlich ohne großes Zittern den Klassenverbleib in einer zwischen dem zweiten und vorletzten Platz recht engen Liga. Nur Meister Leihgestern war sehr souverän und der Letzte Darmstadt abgeschlagen. Dazwischen konnte jeder jeden bezwingen.
Zum letzten Saisonspiel war die Vorzeichen klar: Ein Sieg sollte her, um Platz fünf abzusichern. Das gelang gut. Nach dem 4:4 zog das Team auf 11:6 davon. Zur Halbzeit waren es bereits sechs Tore Abstand. Doch nach dem Wechsel schmolz der Vorsprung beim 19:16 auf drei Treffer, näher kam der Gegner aber nicht heran. Am Ende brachte das Team von Trainerin Yvonne Thon und Co-Trainer Florian Schäfer die Sache sicher über die Zeit und konnte dabei allen Spielerinnen Einsatzmöglichkeiten bieten – auch den drei A-Jugendlichen, die mit von der Partie waren. Einige Spielerinnen wurden nach der Partie verabschiedet: Mayra Rinschen, Ida Pokoyski, Cara Ljubic, Hanna Leidner und Johanna Körner. Das Team und der Verein danken für das treue Engagement.
Es spielten: Sabrina Schäplitz, Clara Frühauf (Tor), Jennifer Hempel, Jana Lorenz (9), Hanna Leidner (1), Meta Kilp (1), Johanna Körner (1), Finja Seeharsch (1), Michelle Huber (1), Paulina Kemmer (2), Jonna Lotz, Louisa Leichthammer (1), Helena Nitzke (6/3), Mayra Rinschen (2)
Damen I gegen Eddersheim II:
Damen I: Kriftel – TSG Eddersheim 16:19 (9:11)
Gäste gewinnen das Torflauten-Derby
Eigentlich waren die TuS-Damen nach der Niederlage im Hinspiel auf Wiedergutmachung aus. Doch dieses Vorhaben misslang. Das Derby ging am Ende durchaus verdient nach Eddersheim, weil die Gäste in einem Spiel zwei starker Abwehrreihen vorne einfach ein wenig treffsicherer waren. Bei Kriftel hingegen lief im Angriff zu wenig zusammen. Und wenn, dann scheiterten die Spielerinnen an der starken Torfrau Lena Kuptschitsch, die vor einigen Jahren noch in Kriftel zwischen den Pfosten stand. Bei der TuS stimmte zwar auch die Leistung der Defensive und der beiden Torfrauen, doch das konnte die schwache Leistung vorne an diesem Tag einfach nicht kompensieren. Bis weit in die zweite Hälfte hinein gelangen dem Team, das Florian Schäfer diesmal für Yvonne Thon betreute, in dem Abschnitt nur zwei Tore. Das war letztlich zu wenig. Die Gäste haben damit den Klassenverbleib fast sicher. Wobei sie ja ohnehin in der Oberliga bleiben, da sich die Erste Mannschaft freiwillig aus Liga 3 zurückgezogen hat. Da Kriftel sich die Liga schon am vergangenen Wochenende mit dem Sieg gegen Oberursel endgültig gesichert hat, wird es das Derby auch kommende Saison geben. Spätestens dann haben die TuS-Damen wieder etwas gutzumachen. In der Tabelle kann Kriftel trotz der Niederlage noch auf Rang drei schielen und sollte in der Endabrechnung vermutlich auch vor Eddersheim bleiben können.
Die Partie begann schon sehr defensiv geprägt. Die Krifteler 6:0-Abwehr ließ bei den Gästen wenig zu. Meist waren es Einzelaktionen, die zu Toren führten. Eddersheim legte erstmal ein schnelles 3:0 vor, dann konterten die Gastgeberinnen mit ihrer besten Phase zum 6:4 (15.). Wieder wendete sich das Blatt, Eddersheim lag erneut vorne und gab die Führung auch zur Pause nicht mehr ab. Nur beim 9:9 gelang Kriftel noch einmal – letztmals in der Partie – der Ausgleich. Der zweite Abschnitt plätscherte mit wenigen Toren nur so vor sich hin. Beide Teams mühten sich im Angriff, fanden aber nur selten Lücken – und dann oft ihre Meisterinnen in den Torfrauen. Bei Kriftel wurde das Problem noch deutlicher, selbst freie Würfe fanden nicht den Weg ins Tor. 11:15 stand es in der 47. Minute. In 17 Minuten waren beiden Teams nur zwei und drei Tore gelungen. Die Schlussphase wurde immerhin noch einmal kurz spannend. Kriftel verkürzte von 12:16 auf 15:16 (55.), dann noch einmal auf 16:17. Doch mehr war an diesem Tag nicht drin. Die Gäste jubelten, weil sie die etwas bessere von zwei schwächeren Angriffsreihen hatten.
Es spielten: Sabrina Schäplitz, Clara Frühauf (Tor), Jana Lorenz (5), Hanna Leidner (2), Sophie Hugger (1), Johanna Körner, Finja Seeharsch (2), Michelle Huber, Julika Leichthammer, Paulina Kemmer, Louisa Leichthammer (1), Helena Nitzke (4/3), Mayra Rinschen (1)
Damen I gegen die TSG Oberursel:
Damen I: Kriftel – TSG Oberursel 25:20 (12:9)
Klassenverbleib gesichert durch den Derbysieg
Drei Spieltage vor Saisonende in der Oberliga Hessen haben die Damen der TuS mit dem wichtigen Sieg im Derby-Nachholspiel den Klassenverbleib endgültig geschafft. Die Mannschaft von Trainerin Yvonne Thon und ihres Assistenten Florian Schäfer siegte am Ende verdient und bestimmte nach einem frühen Rückstand ab Mitte der ersten Halbzeit die Partie. Mit dem Erfolg steht Kriftel gefestigt auf Rang fünf. Bis zu Rang zwei bei vier Punkten Rückstand wäre sogar noch möglich. Zurückfallen können die Damen I maximal auf Position neun. Oberursel bleibt nach der Niederlage auf dem aktuell ersten Abstiegsplatz zehn. Die TuS-Mannschaft hat aber noch drei schwere Spiele vor sich, von daher war der Erfolg ganz wichtig. Am nächsten Sonntag steht wieder ein Heimspiel an, dann das Main-Taunus-Derby gegen Aufsteiger und Nachbar Eddersheim. Bei einem Sieg oder Unentschieden, wird Kriftel in der Endabrechnung auf jeden Fall vor der TSG bleiben. Zudem will das Team nach der Niederlage im Hinspiel noch etwas gutmachen. Danach geht es für die TuS noch zum souveränen Meister Leihgestern, den man mit einer starken Leistung vielleicht noch einmal ärgern kann. Zum Abschluss wartet das Heimspiel gegen Eintracht Fritzlar II.
Gegen Oberursel lief es zunächst am Termin mitten in den Osterferien noch überhaupt nicht. Die Gäste lagen fast 20 Minuten nur vorne, erst 3:1, dann sogar 7:4 und 8:7. Auch eine Auszeit der Trainerin half noch nicht postwendend. Ab Minute 18 wurde der Schalter aber umgelegt, hinten stand das Team sicher und ließ bis zur Pause in mehr als zwölf Minuten nur noch ein Gegentor zu. Nach dem Wechsel war das Spiel ausgeglichen, der Abstand blieb konstant. Nur beim 15:13 waren es noch einmal zwei Tore. Kriftel setzte um die 45. Minute vom 19:16 bis zum 22:16 zum Zwischenspurt an. Spätestens jetzt war die Partie entschieden. Gut zwei Minuten vor Schluss stellte Oberursel auf 20:23, mehr war aber an diesem Abend nicht drin.
Es spielten: Sabrina Schäplitz, Clara Frühauf (Tor), Ida Pokoyski (1), Jana Lorenz (2), Hanna Leidner (4), Sophie Hugger (1), Johanna Körner, Finja Seeharsch (3), Michelle Huber, Julika Leichthammer (1), Paulina Kemmer, Louisa Leichthammer (1), Helena Nitzke (9/4), Mayra Rinschen (3)
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