Damen I in Kleenheim:

Damen I: HSG Kleenheim/Langgöns 30:25 (15:14)

Beim Tabellenführer lange mitgehalten

Gegenüber der klaren Niederlage gegen Wettenberg mit einer mageren Torausbeute zeigten sich die Damen aus Kriftel beim Drittliga-Absteiger und Spitzenreiter deutlich verbessert und konnten ihre Trefferzahl fast verdoppeln. Allerdings reichte auch eine gute Leistung vor allem zu Beginn nicht aus, um den Favoriten in dessen Halle zu stoppen. Am Ende gewannen die Gastgeberinnen noch recht sicher, während Kriftel nach der dritten Niederlage im vierten Spiel zunächst einmal in der Tabelle nach unten schauen muss. Somit ist die nächste Partie gegen die mit zwei Niederlagen gestarteten Weiterstädterinnen schon wichtig, um wieder Selbstvertrauen zu tanken und nach hinten etwas Luft zu bekommen.

Die Stimmung hellte sich auch gleich zu Beginn in Kleenheim schon für die Gäste auf. Ihnen gelangen die ersten drei Tore, und beim 8:4 (10.) lag die TuS sogar vier Treffer vorne. Doch der Gegner kam schnell zurück, schaffte den Anschluss. Kriftel setzte mit dem 11:8 noch mal zwei Ausrufezeichen, bis die Partie kippte. Kleenheim traf vier Mal in Folge und gab diese Führung bis zum Ende nicht mehr ab. Zur Pause war noch alles drin, nach dem Wechsel aber legten die Gastgeberinnen einen Zwischenspurt ein, der sie vom 20:17 bis zum 25:17 trug. Die Partie war nun gelaufen. Doch es spricht für die sehr ordentliche Leistung und Einstellung der Gäste vom Schwarzbach, dass sie bis zum Ende kämpften und das Ergebnis in einem guten Rahmen hielten. Mehr war gegen den Tabellenführer am Ende nicht drin.

Es spielten: Hannah Weißer, Nele Krohn (Tor), Ida Pokoyski (7), Sophie Hugger (5), Johanna Körner, Finja Seeharsch (1), Jonna Lotz, Helena Nitzke (7/1), Meta Kilp (1), Michelle Huber (1), Hanna Leidner (3)

Damen I gegen HSG Wettenberg:

 

Damen I: Kriftel – HSG Wettenberg 13:21 (7:12)

Mit nur 13 Toren ist kein Spiel zu gewinnen

Am Kerbesonntag lief für die Damen in der Oberliga gegen die Gäste aus Mittelhessen leider nicht viel zusammen. Am Ende wurde auch das zweite Heimspiel verloren – mit nur 13 eigenen Treffen war dies allerdings auch kein Wunder. Die Gäste lagen nach dem Krifteler 1:0 das ganze Spiel über in Führung und siegten verdient gegen ein TuS-Team, das einen schwachen Tag erwischt hatte. Allerdings fiel mit Ida Pokoyski auch die 15-Tore-Frau des vergangenen Sieges aus, zudem musste Mayra Rinschen passen. Und hinzu kommen die Langzeitverletzen und –Fehlenden. Eine komplette Entschuldigung kann das aber nicht sein, denn gerade im Angriff fehlte einfach die Durchschlagskraft, viele Würfe hielt die gute Gäste-Torfrau – hinzu kamen zahlreiche technische Fehler.

Nach dem 1:0 traf Wettenberg zunächst vier Mal in Folge. Diesen Vorsprung konnten die Gäste halten. Kriftel kam mal auf zwei Treffer heran und hatte dank einer ordentlichen Abwehrarbeit Chancen. Noch näher zu kommen. Doch vorne belohnte sich das Team nicht für den Aufwand hinten. So setzte sich das Team aus Mittelhessen, das seine erste Partie gegen Hoof knapp verloren hatte, zur Pause schon deutlicher ab. Als Kriftel gleich nach dem Wechsel noch drei Tore kassierte, war die Partie bereits gelaufen. Das große Aufbäumen gab es leider nicht mehr – dem dezimierten Team, das durch B-Jugendliche und die Damen II ergänzt wurde, fehlten an diesem Tag einfach die Mittel gegen einen auch nicht überragenden, aber abgeklärten Gegner.

Es spielten: Nele Krohn, Sabrina Schäplitz (Tor), Janina Dicke, Julika Leichthammer, Sophie Hugger (4), Johanna Körner, Finja Seeharsch (2), Jonna Lotz, Lorena Loi, Cara Ljubic (1), Helena Nitzke (3/1), Mayra Rinschen, Michelle Huber (1), Hanna Leidner (2)

 

Damen I in Großenlüder:

 

Damen I: HSG Großenlüder/Hainzell – Kriftel 19:29 (10:16)

Klarer Sieg mit nur sechs Feldspielern und 15-Tore-Frau Ida Pokoyski

Mit einem absoluten Mini-Aufgebot haben die Damen in der Oberliga Hessen ihren ersten Sieg im zweiten Spiel gefeiert. Bei Aufsteiger Großenlüder/Hainzell gelang ein Erfolg mit gleich zehn Toren Unterschied, auch wenn Trainerin Yvonne Thon nur sechs Feldspielerinnen und zwei Torfrauen aufbieten konnte. Umso größer war die Freude der angereisten Mini-Gruppe, diese schwer einzuschätzende Partie beim hochmotivierten Liga-Neuling so sicher gewonnen zu haben. Alle Damen boten dabei eine Klasseleistung, mussten doch die sechs Wackeren auf dem Feld durchspielen. Und dennoch muss eine Spielerin im Angriff hervorgehoben werden, denn Linkshänderin Ida Pokoyski warf mit 15 Toren mehr als die Hälfte aller Krifteler Treffer und allein sogar fast so viel wie die komplette Mannschaft der Gastgeberinnen.

Schon der Blick auf den Spielverlauf ist kurios: Bis zur fünften Minuten hatte Pokoyski die ersten vier Gäste-Tore zum 4:0 geworfen. Die Gastgeberinnen nahmen in ihrem ersten Oberliga-Spiel die Auszeit. Doch das half nicht viel. Kriftel hatte die Partie immer im Griff, ließ Großenlüder nie mehr als bis auf drei Tore herankommen. Bis zur Pause war der Abstand sicher ausgebaut. Über die Stationen 19:13 und 23:16 wurde es letztlich noch ein deutlicher Sieg mit zehn Toren Differenz. Und das, obwohl die Gastgeberinnen wechseln konnten, die TuS aber nicht – und sie auch konditionell bis zum Schluss auf der Höhe war. Das war ein Sieg, auf dem die Mannschaft nach der schwachen zweiten Halbzeit und der Niederlage gegen Lumdatal nun aufbauen kann.

Es spielten: Nele Krohn, Sabrina Schäplitz (Tor), Ida Pokoyski (15), Sophie Hugger (4), Finja Seeharsch (2), Helena Nitzke (5), Mayra Rinschen (3), Michelle Huber

 

Damen I gegen HSG Lumdatal

 

 

Damen I: Kriftel – HSG Lumdatal 15:20 (9:8)

Gute erste Halbzeit reicht nicht gegen Drittliga-Absteiger

Es war ein Auftakt ins Ungewisse: Die Damen I vom Schwarzbach wussten nicht, wo sie vor dieser Saison in der Oberliga Hessen stehen. Und auch nicht, wie stark sich Drittliga-Absteiger HSG Lumdatal beim Gastspiel präsentieren würde. Nach 60 Minuten stand fest: Die Mittelhessinnen gewannen zwar das Spiel, doch die Gastgeberinnen hatten nach ihrem personellen Umbruch mit vielen Abschieden dem Favoriten das Leben sehr lange sehr schwer gemacht und können vor allem auf die Leistung in der ersten Halbzeit aufbauen. Dort ließen sie mit einer starken Abwehr- und Torwartleistung von Nele Krohn nur acht Gegentore zu. Insgesamt waren es 20, auch nicht so viel. Doch sechs eigene Treffer in der zweiten Hälfte waren gegen die routinierten Gäste, die in der entscheidenden Phase trafen, einfach zu wenig. Das ärgerte auch Trainerin Yvonne Thon, die ihrer Mannschaft nach der Pause keine gute Leistung offensiv bescheinigte.

Immerhin machte der Beginn Mut für die weiteren Aufgaben. Kriftel zog mit 3:0 in Front, hielt hinten die Abwehr dicht, packte gut zu und zwang den Gegner auch zu Fehlern. Neuzugang Sophie Hugger traf nach zehn Minuten sogar zum 5:1, ehe die Gäste mit vier Treffern in Folge ausgleichen konnten. Bis zur Pause lag die TuS aber wieder vorn. Und mit Wiederbeginn sah es richtig gut aus, als zwei Tore für das 11:8 sorgten. Nach dem erneuten Ausgleich schaffte die Mannschaft von Thon mit dem 12:11 ihre letzte Führung. Denn dann trumpften die Gäste auf, während Kriftel nachließ und vorne einfach nicht mehr traf, dabei oft an der starken Torfrau scheiterte. Auf 15:12 (45.) zog Lumdatal weg. Die Gastgeberinnen hatten zwar mehrfach die Chance, wie näher heranzukommen – doch nun häuften sich auch die Abspielfehler. So brachte der Ex-Drittligist die Führung über die Zeit und sorgte sogar noch für einen in der Höhe letztlich zu deutlichen Sieg. Zum Einsatz kam nach der Pause auch zeitweise die neue zweite Torfrau Sabrina Schäplitz, die unter Thon in der B-Jugend in Bad Soden spielte, zuletzt aber zwei Jahre nicht mehr aktiv war.

Es spielten: Nele Krohn, Sabrina Schäplitz (Tor), Ida Pokoyski (1), Jana Lorenz, Sophie Hugger (2), Johanna Körner, Finja Seeharsch (3), Cara Ljubic, Helena Nitzke (7/3), Mayra Janssen, Michelle Huber, Hanna Leidner

 

Damen I: Saisonvorschau 2022/23

 

Das offizielle Teamfoto der Damen I.    Foto: privat

Damen I:

Eine Reise ins Ungewisse nach dem Umbruch

Wenn alles optimal gelaufen wäre, dann hätten die Damen I in der vergangenen Saison ein noch deutlicheres Wörtchen um den Aufstieg in die 3. Liga mitreden können. Am Ende wurde es Rang drei für die Kriftelerinnen – knapp hinter Leihgestern, das im abschließenden Spiel mit einem Tor zu Hause als schöner Abschluss bezwungen wurde. Aber auch fünf Punkte hinter Meister und Aufsteiger Bensheim/Auerbach II. Gegen dieses Team war Kriftel in der Vorrunden-Gruppe Süd einmal chancenlos, holte in der ersten Partie aber die Punkte am grünen Tisch. In der Aufstiegsrunde gegen die Nord-Teams gab es die unnötige Niederlage zu Hause gegen Hoof, zu Hause gegen Kirchhof II wurden dem Team dann die Punkte wegen einer nicht spielberechtigen Akteurin aberkennt – dem Einspruch wegen eines Formfehlers nicht stattgegeben. Es hätte also letztlich enger in Richtung Bensheim werden können.

Doch unter dem Strich wird sich die Mannschaft nicht grämen, denn nun steht ein Umbruch an. Und der ist in der bekannten Oberliga deutlich besser zu meistern. Neun Spielerinnen sind nicht mehr dabei, darunter so treue Seelen wie die Schwestern Lisa und Hannah Weißer, zudem Kim Koerber und Melanie Nickel. So waren über viele Jahre die Leistungsträger. Nun wollen und werden andere Damen diese Rollen ausfüllen. Einen Kader von elf Spielerinnen hat Trainerin Yvonne Thon mit ihrem Assistenten Florian Schäfer beisammen. Das ist nicht üppig, zumal mit Nele Krohn für die Erste nur eine Torfrau fest zur Verfügung steht. Doch Thon lobt die enge Verzahnung mit der ambitionierten weiblichen B1-Jugend, die ebenfalls in der Oberliga spielt und zahlreiche Talente in ihren Reihen hat. Hier könnten aus einem Pool von sechs bis acht Jugendlichen junge Kräfte nach oben geholt werden, wenn der Bedarf da ist. Aber das ist auch gut für die langsame Integration, finden Thon und B-Jugend-Coach Christian Albat. Sie seien gut ausgebildet und bereit für einen Einsatz bei den Damen, erklärt Thon.

Neu dabei sind Sophie Hugger (Sportfreunde Budenheim), Paulina Kemmer (TV Idstein), Michelle Huber (2. Damen) sowie dann vor allem Meta Kilp (Zweitspielrecht aus eigener B-Jugend) und Yasmin Koczy (Zweitspielrecht aus eigener B-Jugend ab November) vom besagten Nachwuchsbereich. Allerdings ist Kemmer in den nächsten fünf Monaten in Kanada, zudem fällt Torjägerin Jana Lorenz bis November wegen des Examens aus, die Schwestern Julika und Marie-Lena Leichthammer sind verletzt.

Deshalb blickt Trainerin Thon in eine Saison mit Fragezeichen. Doch mit ihrer Erfahrung aus nun bereits 30 Jahren als Verantwortliche hat sie schon so manche Antwort gefunden. Es wird ihr auch in der kommenden Saison sicher gelingen. Denn Druck gibt es keinen, genaue Zielsetzungen wie Aufstieg oder Klassenverbleib nennt Thon ohnehin ungern. „Wir wollen das Bestmögliche herausholen. Was das in unserer Situation ist, werden wir herausfinden“, formuliert sie die Lage und sagt ganz grundsätzlich zu ihrer Einstellung: „Ich will jedes Spiel gewinnen.“ Die Vorbereitung auf die Saison sei insgesamt kurz, aber in Ordnung gewesen. Unter anderem gab es ein Trainingslager mit der Bundesliga-A-Jugend vom Bergischen HC, deren Trainerin sie kennt. Das sei sehr gut gewesen, endete mit einem Testspiel-Sieg für Kriftel, während die Bergischen dann gegen die TuS-B1-Jugend knapp gewannen. Doch letztlich seien alle Tests mit dem ersten Anpfiff Nebensache: „Es zählt, wenn es um Punkte geht“, macht Thon immer wieder deutlich.

So arbeitet die Trainerin nun nach den Grundlagen daran, ihre neue, stark verjüngte Truppe als Team zusammenzuschweißen. „Es ist schwierig: Wo stehe ich ohne Bestbesetzung?“, fragt sie. Zudem sei das Auftaktprogramm „anspruchsvoll und spannend“: Erst kommt Drittliga-Absteiger Lumdatal in die Schwarzbachhalle, dann geht es zu Aufsteiger Großenlüder/Hainzell, danach wird Wettenberg empfangen. 13 Teams sind es in der nun wieder eingleisigen Oberliga Hessen – mit den Derbys gegen Oberursel und gegen Aufsteiger Eddersheim II. Als Favoriten nennt Thon die Drittliga-Absteiger Lumdatal und Kleenheim/Langgöns sowie das stets ambitionierte Team aus Leihgestern.

Der Kader: Ida Pokoyski, Jana Lorenz, Cara Ljubic, Hanna Leidner, Meta Kilp, Sophie Hugger, Johanna Körner, Finja Seeharsch, Michelle Huber, Julika Leichthammer, Paulina Kemmer, Nele Krohn, Marilena Leichthammer, Helena Nitzke, Clara Frühauf, Mayra Rinschen, Yasmin Koczy

 

Die Damen im Trainingslager mit der A-Jugend des Bergischen HC.    Foto: privat

 

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